Kunst & Künstler

Hier finden Sie Informationen über Holzschnitte aus Sado-ga-shima, Künstler und Bilder.

Schauen Sie Sich die zwei Youtube-Clips über den japanischen Holzschnitt an.

Die Entwicklung des Holzschnitt auf Sado Gashima

Herr Shinichi Takahashi, ein ehemliger Hochschullehrer aus Ryotsu, lehrte den Einwohnern von Shizudira das Holzschnittdruckverfahren (Xylographie). Shizudira ist ein Bergdorf, das sich im Zentrum der japanischen Insel Sado-ga-shima befindet. Es wird auch "Das Tibet von Sado" genannt. Die Bewohner dieses Dorfes malten Alltagsgegenstände und Szenen des täglichen Lebens, wie beispielsweise ihre Habseligkeiten oder traditionelle Bräuche und Feste. Danach wurden die Zeichnungen in Holzblöcke geschnitzt und auf Papierbögen gedruckt. Durch diese Holzschnitte entwickelten die Dorfbewohner eine enge Verbundenheit. Freude und Gefühle, welche die Herstellung dieser Kunstwerke auslösten, verbreiteten sich bald auf der gesamten Insel, weshalb die Inselbewohner begannen das Dorf "Berg-Holzschnitt-Dorf" zu nennen. Über die Jahre hinweg entstanden verschiedene weitere "Holzschnitt-Dörfer" auf Sado-ga-shima.

1982 erhielt Herr Takahashi mit seinem Sado Woodcut Print Museum den Suntory Kulturpreis für sein Regionales Schaffen. Die Künstler der Insel wünschten sich, dass ihre Bilder nicht nur blosse Kunstwerke seien, sondern dass diese Kunstwerke zu einem besseren Verhältnis unter den Menschen beitragen und für die Entwicklung der Insel förderlich seien.

Das Sado Woodcut Museum etablierte sich als erstes Holzschnitt-Museum in ganz Japan. Das Museum befindet sich im alten Teil von Aikawa neben dem Gerichthaus aus der Edo-Zeit. Das Museum konnte dank Mithilfe der Einwohner von Aikawa und der Unterstützung von Menschen aus ganz Japan erbaut werden. Die Mitglieder der Sado Woodcut Print Viallage Doshi Vereinigung unterstützen das Museum ebenfalls.

Gegenwärtig zeigt die Ausstellung im Museum Bilder von rund 150 Künstlern. Die Künstler sind zwischen 15 und 85 Jahre alt. Ein Grossteil der Künstler ist 35- bis 45-jährig. Zwei Drittel der Künstler sind Frauen, von denen einige die gesamte Familie in ihr Schaffen involvieren. Einige Familien brachten bis zu drei Generationen von Holzschnittkünstlern hervor. Beinahe zwei Drittel der Bilder zeigen ländliche Motive.

Die Holzschnittkunst verbreitete sich vom ursprünglichen Bergdorf am Meer bis in die Bergregionen von Sado-ga-shima.Darunter die Dörfer Ryotsu, Aikawa, Mano, Hatano, Sawada, Kanai, Niibo, Hamochi, Akadomari und Ogi. In der Folge stellten auch Kunstliebhaber ausserhalb der Insel die Bilder der Künstler aus Sado-ga-shima aus. Als der Bekanntheitsgrad des Sado-Holzschnittes wuchs, erhofften sich die Bewohner der Insel, dass Sado-ga-shima als die "Holzschnitt Insel" bekannt werden würde. Zudem erhofften sich die Künstler, dass Sado-ga-shimas Schönheit und Reinheit durch ihre Kunst erkannt werden würde und sie ein Erbe für die kommenden Generationen hinterlassen können. Grösstenteils zeigen die Werke naive Darstellungen. Die Künstler sind stolz darauf, dass Sie keine professionellen Künstler sind. Sie möchten weiterhin lebendige und kraftvolle Eindrücke aus Sado-ga-shima in ihren Kunstwerken darstellen.

Jedes Mitglied stellt eines seiner Werke im Museum aus. Die ausgestellten Bilder werden jeweils im März und August gewechselt. Private und themenspezifische Ausstellungen finden ebenfalls monatlich statt. Zusätzlich werden regionale Veranstaltungen an diversen Orten abgehalten.